Es wurde nachgewiesen, dass Melatonin Übergewicht und den durch Übergewicht ausgelösten Krankheiten vorbeugen kann



Granada | Universität – Montag den 29.11.10

Wissenschaftler der Universität Granada haben nachgewiesen, dass Melatonin - das ein natürliches, vom menschlichen Körper produziertes Hormon ist - einer Gewichtszunahme vorbeugt, ohne dass die Menge der verzehrten Nahrung reduziert werden muss. Es verbessert außerdem die Blutfettwerte, indem es die Triglyceride und das LDL-Cholesterin verringert, während die HDL-Werte steigen.
Melatonin kommt in geringen Mengen in bestimmen Obst- und Gemüsesorten vor. Darunter: Senf, Goji-Beeren, Mandeln, Sonnenblumenkerne, Fenchel, Koriander und Kirschen. Ihr Verzehr kann also die Gewichtskontrolle fördern und Herzkreislaufkrankheiten vorbeugen, die durch Übergewicht und Dyslepidämie ausgelöst werden.

Melatonin im Tierversuch
Wissenschaftler haben die Wirkung von Melatonin auf Übergewicht, Dyslepidämie und Bluthochdruck im Zusammenhang mit Übergewicht an jungen, übergewichtigen Labormäusen mit Diabetes experimentiert. So wurde das metabolische Syndrom simuliert. Da die positiven Effekte der Einnahme von Melatonin an den jungen Mäusen beobachtet wurden, noch bevor sie Herz-Kreislaufprobleme entwickeln konnten, halten es die Wissenschaftler für erwiesen, dass Melatonin den durch Übergewicht und Dyslepidämie ausgelösten Herzkreislauferkrankungen vorbeugen kann.
Wenn diese Ergebnisse bestätigt werden sollten, halten es die Wissenschaftler für möglich, dass die Einnahme von Melatonin und der Verzehr von melatoninhaltigen Produkten ein wirksames Mittel bei der Bekämpfung von Übergewicht und den von ihm ausgelösten Risikofaktoren sein kann.

Forschung in Zusammenarbeit
Dieses Forschungsprojekt wurde durch die folgenden Fonds finanziert: Forschungsfonds der Universität Granada, Forschungsgruppe CTS-109 Spanien (Junta de Anadalucía) und dem Mobilitätsfonds für Wissenschaftler Erasmus Mundus Programm (Europäische Kommission). Die Wissenschaftler der Medizinischen Fakultät der Universität Granada haben dieses Projekt in Zusammenarbeit mit der Uniklinik S. Cecilio von Granada, der Fakultät für Pharmakologie der Universität von Salamanca, der Fakultät für Pharmakologie der Universität von Jordanien und der Abteilung für Endokrinologie der Klinik Carlos II von Madrid verwirklicht.
Die Autoren der Arbeit sind die Professoren Ahmad Agil, Miguel Navarro, Rosario Ruiz, Sausan Abuamada, Yehia El-Mir und Gumersindo Fernández. Im Lichte der erhaltenen Ergebnisse halten sie es für erwiesen, dass den bei Übergewicht und Diabetes vermehrt auftretenden und die Lebensqualität und -erwartung verringernden Krankheiten (vor allem Herzkreislaufkrankheiten), vorgebeugt werden kann.
Ein Teil der Untersuchungsergebnisse wurde kürzlich im namhaften Journal of Pineal Research veröffentlicht.



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