Die unterstützende Anwendung von Melatonin bei der Behandlung von Fibromyalgie



Das Fibromyalgiesyndrom (FMS) ist eine chronische Erkrankung des Bewegungsapparates und ist durch allgemeine Muskelschmerzen gekennzeichnet, die von Müdigkeit und Druckschmerz an den sogenannten Tender Points begleitet wird. Obwohl es bereits Anhaltspunkte dafür gibt, dass Melatonin bei der Schmerzbehandlung bei FMS wirksam sein könnte, fehlen bislang klinische Studien, die diese These belegen. Diese Studie ist so konzipiert worden, dass die Wirkung von verschiedenen Dosen von Melatonin alleine oder zusammen mit Fluoxetin für die Behandlung von FMS überprüft werden kann. Eine doppelblinde, placebo-kontrollierte klinische Studie wurde mit 101 Patienten (95 Frauen und 6 Männer) durchgeführt, die nach den Kriterien des American College of Rheumatology (ACR) an FMS leiden. Die Patienten sind zufällig in vier Gruppen aufgeteilt worden: Gruppe A (24 Patienten) wurde mit 20 mg Fluoxetin/Tag behandelt; Gruppe B (27 Patienten) wurde mit 5 mg Melatonin/Tag behandelt; Gruppe C (27 Patienten) wurde mit 20 mg Fluoxetin plus 3 mg Melatonin/Tag behandelt; Gruppe (D 23 Patienten) wurde mit 20 mg Fluoxetin plus 5 mg Melatonin/Tag behandelt. Beide Mittel wurden einmal am Tag entweder morgens oder abends für je 8 Wochen verabreicht. Alle Patienten wurden durch eine direkte Befragung unter Anwendung des Fibromyalgia Impact Questionnaire (FIQ) direkt vor der Studie und nach 8 Wochen bewertet. Bei der Anwendung von Melatonin (3 mg oder 5 mg/Tag) in Kombination mit 20 mg Fluoxetin/Tag führte zu einer signifikanten Verringerung der einzelnen und gesamten Komponenten des FIQ gegenüber den Werten, die vor der Behandlung erhoben wurden. Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass die Gabe von Melatonin alleine oder in Kombination mit Fluoxetin bei der Behandlung von Patienten mit FMS wirksam war.

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