Die abendliche Darreichung von exogenem Melatonin kann eine erfolgreiche Behandlung von Schlafstörungen bei Betablocker-Patienten darstellen



Journal of Cardiovascular Disease Research - Jul-Sep 2011; 2(3): 153–155.

Auda Fares

Abt. Innere Medizin, St. Johannes Krankenhaus, Deutschland

Kontaktadresse: Dr. Auda Fares, Abt. Innere Medizin, Albert-Schlangen Str. 36 50181, Bedburg, Deutschland. E-mail: audafares@yahoo.com

 

Abstract

Schlafstörungen sind eine häufige Nebenwirkung von Betablockern. Es wurde nachgewiesen, dass Betablocker die Melatoninproduktion durch eine spezifische Hemmung der beta1-adrenergen Rezeptoren vermindern. Exogen verabreichtes Melatonin, das abends als Nahrungsergänzung eingenommen wird, könnte die für Beta-Adrenozeptor-Antagonisten typischen Nebenwirkungen (Schlafstörungen) auf das zentrale Nervensystem (ZNS) und somit die mit der Verringerung der Melatoninsynthese verbundenen Risiken verringern.

 

EINLEITUNG

Beta-Adrenozeptor-Antagonisten sind eine wichtige Klasse der Arzneimittel für die Behandlung von Patienten mit Herzkreislaufstörungen. Das systematische Auftreten von akuten und chronischen Herzkrankheiten ist vom Alter abhängig.[1] Betablocker führen oft zu Nebenwirkungen und die Komplianzraten sind bei diesen Arzneien schlecht. Laut einer Metaanalyse von randomisierten, kontrollierten Studien war bei Betablockern das Risiko eines Rücktritts von der Behandlung jeweils um 80% und 41% größer als bei Diuretika und Renin-Angiotensin-Aldosteron-System (RAAS) Blockern.[2] Im Vergleich ist die Melatoninkonzentration im Serum und die Konzentration seines Hauptmetaboliten 6-Sulfatoxymelatonin bei älteren Personen geringer als bei der jüngeren Bevölkerung.[3] Eingehende epidemiologische Daten und wissenschaftliche Studien an Tieren legen nahe, dass Melatonin eine gewisse Wirkung auf das Herz-Kreislauf-System habe. Es konnten Melatoninrezeptoren in den Blutgefäßen nachgewiesen werden. Diese Rezeptoren sind funktionell entweder mit der gefäßverengenden oder gefäßerweiternden Wirkung von Melatonin verbunden.[4] Die Melatoninsynthese und –ausschüttung wird durch Noradrenalin über die Beta1-Adrenozeptoren angeregt und dieser Prozess wird durch die Stimulation der Alpha1-Adrenozeptoren noch verstärkt.[5] Es wurde nachgewiesen, dass Betablocker die Melatoninproduktion durch die spezifische Hemmung der Beta1-Adrenorezeptoren verringern. Die Ergebnisse zweier placebo-kontrollierter Studien an Bluthochdruck-Patienten zur Überprüfung der Beziehung zwischen von Betablockern hervorgerufenen Nebenwirkungen auf das Zentrale Nervensystem (ZNS) und die nächtliche Ausscheidung von Melatonin durch den Harn, haben ergeben, dass die Nebenwirkungen auf das ZNS (Schlafstörungen, Alpträume) bei Beta-Blockade mit einer Senkung des Melatoninspiegels einher gehen.[6] Ähnliche Ergebnisse hat eine Fall-Kontroll-Studie mit sechs Patienten mit Alpträumen und Halluzinationen während der Behandlung mit Beta-Adrenozeptor blockierenden Mitteln im Vergleich zu sechs Patienten in der Kontrollgruppe mit ähnlicher Diagnose und Behandlung, doch ohne Symptome des ZNS, ergeben. Die nächtliche Melatoninausschüttung war in allen Fällen mit nächtlichen ZNS-Symptomen niedriger als die der Patienten der Kontrollgruppe.[7] Da Schlafstörungen eine häufige Nebenwirkung von Betablockern sind und da der geringe Melatoninspiegel möglicherweise der Grund für diese Störung ist, kann die abendliche Darreichung von exogenem Melatonin diese allseits bekannte Nebenwirkung von Betablockern verhindern.

 

 

MELATONIN UND HYPERTONIE

Die Beteiligung von Melatonin an der Regulation des arteriellen Blutdrucks und der Herzschlagfrequenz wurde von verschiedenen Studien nahe gelegt.[8,9] Sowohl bei Ratten mit normalem Blutdruck[7], als auch bei spontan hypertensiven Ratten[10,11] hat die Gabe von Melatonin eine blutdrucksenkende Wirkung erzielt. Eine unkontrollierte Studie mit Patienten mit essentiellem Bluthochdruck hat eine Senkung des arteriellen Blutdrucks gezeigt.[12] Eine placebo-kontrollierte Crossover-Studie hat die Wirkung der abendlichen Melatonin-Einnahme bei jungen und gesunden Personen mit normalem Blutdruck[13] untersucht. Es wurde eine leicht blutdrucksenkende Wirkung auf den gesamten Zeitraum von 24 Stunden mit Begleiteffekt einer Senkung der Herzschlagfrequenz tagsüber nachgewiesen. In einer weiteren Crossover-Studie wurde 16 Männern mit essentiellem Bluthochdruck Melatonin über den Zeitraum von 3 Wochen, 1 Stunde vor dem Einschlafen, verabreicht. Ihr nächtlicher systolischer und diastolischer Blutdruck konnte je um 6 und 4 mm Hg gesenkt werden.[14] Eine Epiphysektomie verstärkt die Reaktivität der Blutgefäße auf gefäßverengende Stoffe.[15] Dies kann durch Melatonin rückgängig gemacht werden.[16] Die Mechanismen dank derer Melatonin den Blutdruck beeinflusst, können die folgenden sein: (i) eine direkte Wirkung auf die Nervenzentren, die den Herzkreislauf steuern; (ii) eine Senkung der Katecholaminkonzentrationen; (iii) eine Entspannung der glatten Muskelzellen der Blutgefäße; und (iv) die antioxidative Wirkung. Die blutdrucksenkende Wirkung von Melatonin könnte das Ergebnis sowohl von rezeptor-vermittelten, als auch rezeptor-unabhängigen Prozessen sein.

 

 

MELATONIN UND ARZNEIMITTELWECHSELWIRKUNGEN

Verschiedene Studien haben mögliche Wechselwirkungen zwischen Melatonin und anderen Medikamenten beim Menschen bewertet. Eine Studie hat ergeben, dass einige nicht-selektive Betablocker (Carvedilol) und Calciumkanalblocker (Verapamil) die nächtliche Melatoninproduktion nicht senken,[17] während eine andere Studie zeigte, dass eine dauerhafte abendliche Einnahme von Melatonin bei Bluthochdruck-Patienten, die durch Nifedipin gastrointestinales therapeutisches System (GITS) gut eingestellt waren, eine Erhöhung des Blutdrucks und der Herzschlagrate bewirkte. Die kinetischen oder pharmakodynamischen Wechselwirkungen zwischen Melatonin und Nifedipin können die blutdrucksenkende Wirkung der Calciumkanalblocker behindern.[18] Diese Studie weist darauf hin, dass das Epiphysenhormon eine Therapie mit Calciumkanalblockern behindern könnte. Eine weitere Studie hat deutlich gemacht, dass eine Kombination von Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten (Losartan) und Melatonin den Blutdruck deutlich besser senken konnte, als Losartan allein.[19] Jüngst hat diese Gruppe auch bewiesen, dass eine Kombination von Moxonidin und Melatonin hämodynamische Parameter bei Patienten mit arteriellem Hypertonus effektiver reguliert als Moxonodin alleine.[20]

 

 

KARDIOPROTEKTIVE WIRKUNG VON MELATONIN

Melatonin hat bewiesenermaßen eine antianginöse und antiischämische Wirkung. Des Weiteren verbessert es die Kontraktionsfähigkeit nach Myokardischämie-Reperfusion und wirkt gegen oxidative Schäden, die durch Stoffe hervorgerufen werden können, die freie Radikale freisetzen.[21,22] Neueste Erkenntnisse haben gezeigt, dass Patienten mit koronaren Herzerkrankungen, besonders diejenigen, die einem höheren Herzinfarktrisiko und/oder Risiko des plötzlichen Todes ausgesetzt sind, eine niedrige Melatoninproduktion haben. Es wurde auch berichtet, dass Personen mit hohen Low-Densitiy-Lipoprotein (LDL)-Cholesterinwerten nur einen geringen Melatoninspiegel haben. Es wurde belegt, dass Melatonin die Cholesterinbildung hemmt, die LDL-Ansammlung im Serum verringert [23] und die Komposition der Fettsäuren im Blutplasma von Ratten und die Zusammensetzung der Leberfette verändert.[24] Trotzdem müssen die Effekte einer Therapie, die das melatoninergische System bezüglich kardiovaskulärer Hämodynamik und Rhythmik unter verschiedenen physiopathologischen Gesichtspunkten betreffen, noch weiter erforscht werden, um die möglichen Auswirkungen auf Morbidität und Mortalität zu untersuchen.[4]

 

 

WIRKUNG VON MELATONIN AUF DIE KOGNITIVEN FÄHIGKEITEN UND DEN SCHLAF

Mehrere Studien haben gezeigt, dass das Schlafmuster bei älteren, unter Schlaflosigkeit leidenden Personen durch die Verabreichung von 2 mg Melatonin verbessert werden konnte.[25] Eine aktuelle Studie hat die positive Wirkung der Gabe von 0,3 mg Melatonin am späten Abend auf das Schlafmuster von älteren Personen belegt.[26] In einer placebo-kontrollierten Crossover-Studie mit 10 älteren Personen mit leichter kognitiver Beeinträchtigung, konnte die Behandlung mit 6 mg Melatonin eine Verbesserung des Schlafes, des Gedächtnisses und der Laune der Personen bewirken.[27] Die Gabe einer Dosis von 1 mg Melatonin abends kann gewisse Aspekte der kognitiven Fähigkeiten und der subjektiven Einschätzung der Schlafqualität bei älteren Personen bewirken. Somit könnte es sich als ein nützliches Mittel für die Behandlung von altersbedingtem Nachlassen der kognitiven Fähigkeiten herausstellen. Ein weiterer interessanter Aspekt der Melatonin-Schlaf-Beziehung ist die Wirkung von Melatonin auf die Qualität und den Inhalt des Schlafes. Eine Studie hat ergeben, dass die Gabe von 250 mg Melatonin bei den Subjekten mehr Träume und die Anzahl an schnellen Augenbewegungen während der REM-Phasen bewirkte.[28] Eine weitere Studie zeigte das vermehrte Auftreten von Träumen oder von lebhafteren Träumen nach der Einnahme von 0,3 mg Melatonin.[27]

 

 

POTENTIELLE RISIKEN EINES MELATONINMANGELS

Ein Melatoninmangel kann ein kritischer Ausgangspunkt für degenerative Prozesse sein, die zu Zellpathologien und einer Onkogenese führen können. Mehrere Studien haben eine Beziehung zwischen verringerter Melatoninsynthese und Krebs nachgewiesen. Eine Studie hat aufgezeigt, dass Frauen mit Brustkrebs einen niedrigeren Melatoninspiegel haben als gesunde Frauen. Laborexperimente haben darauf hingewiesen, dass ein niedrigerer Melatoninspiegel das Wachstum von Brustkrebszellen anregen kann.[29] Eine weitere Studie hat herausgefunden, dass Darmkrebspatienten einen niedrigeren Melatoninspiegel im Blutplasma hatten, als die gesunden Personen der Kontrollgruppe. Somit wurde auf einen möglichen Zusammenhang zwischen einem niedrigen Melatoninspiegel und einer erhöhten Entwicklung von Darmkrebs beim Menschen hingewiesen.[30,31] Kürzlich wurde Melatonin mit der Pathogenese und dem klinischen Verlauf von Multipler Sklerose in Verbindung gebracht. Wenn der Melatoninspiegel sinkt, kann eine Verschlimmerung der MS Symptome beobachtet werden.[32] In einer anderen Studie wurde eine signifikante Korrelation zwischen Melatoninmangel und Endometriumkarzinom festgestellt.[33] Bei zwei Dritteln der Patienten mit Prostatakrebs ist der Melatoninspiegel niedriger als bei Personen, bei denen eine gutartige Prostataerkrankung vorliegt.[34] Deshalb könnte ein Melatoninmangel auf zellulärem Niveau aufgrund der Einnahme von Betablockern das Krebsrisiko erhöhen. Des Weiteren haben Beta-Adrenozeptor-Blocker, die womöglich das Krebsrisiko erhöhen, eine immunsuppressive Wirkung, wenn diese in den Abendstunden eingenommen werden. Exogenes Melatonin bekämpft die durch Betablocker ausgelöste Immunsuppression und verbessert die Immunparameter bei Tieren.[34]

 

 

FAZIT

Am Abend verabreichtes exogenes Melatonin als Nahrungsergänzung kann die bei der Einnahme von Beta-Adrenozeptor-Blockern auftretenden ZNS Nebenwirkungen (Schlafstörungen) verringern und auch die durch die Verringerung der Melatoninsynthese auftretenden Risiken bekämpfen. Um Melatonin bestmöglich in der Hormonbehandlung anwenden zu können, muss der Patient die richtige Dosis zur richtigen Zeit einnehmen. Ein Fehlen der Dokumentation von negativen Nebenwirkungen bedeutet nicht, dass es keine Nebenwirkungen gibt. Es müssen noch klinische und experimentelle Langzeitstudien durchgeführt werden, um diese wichtigen Fragen zu klären.

Fußnoten

Support-Datenbank: Keine

Interessenkonflikt: Keiner angegeben

 

 

QUELLEN

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