Die Wirkung von Melatonin gegen oxidative Schäden verursacht durch eine Ganzkörperbestrahlung bei Ratten




Von: Anne Leinen

Krebspatienten müssen im Kampf gegen Krebs häufig Medikamente einnehmen oder eine Strahlentherapie machen, die den Körper belasten. Aufgrund seiner stark antioxidativen Wirkung kann Melatonin die Folgen einer Strahlentherapie mildern, indem es die durch die Therapie erzeugen freien Radikale unschädlich macht.
Eine im Jahr 2003 durchgeführte Studie sollte die antioxidative Wirkung von Melatonin überprüfen. Es sollte herausgefunden werden, ob eine Behandlung mit Melatonin die durch radioaktive Strahlung verursachten oxidativen Schäden begrenzen kann.
Hierfür wurden Ratten zuerst mit Melatonin behandelt und erst später einer Einzeldosis an
radioaktiver Strahlung am ganzen Körper ausgesetzt. Die Ratten, die vorab kein Melatonin erhalten hatten, trugen messbar schwerere Schäden davon als die Ratten, denen vorher Melatonin verabreicht worden war.
Die Studie weist somit darauf hin, dass die durch die Strahlung erzeugten freien Radikale und die mit ihnen einhergehenden Schäden durch die Gabe von Melatonin vermindert werden können.

Quelle:
Mehmet Koca, Seyithan Taysib, M. Emin Buyukokurogluc and Nuri Bakanb
Fachbereiche aRadioonkologie, bBiochemie and cPharmakologie, Atatürk Universität, Medizinische Hochschule, Erzurum, Türkei
Radiation Research, Vol. 160, Nr. 2 (Aug. 2003), S. 251-255


Key Melatonin