Melatonin beugt Diabetes und Fettleibigkeit vor



Von Mariaposa

Der Schlaf ist eng mit dem individuellen Köpergewicht und der Fitness verbunden. Es gibt weitaus mehr als eine wissenschaftliche Studie, die einen Zusammenhang zwischen den circadianen Rhythmen, der sog. Inneren Uhr, die alle tagesrhythmischen Mechanismen wie den Schlaf und das Wachsein bestimmt, und der Fettleibigkeit sieht. Ein schlechter Schlaf scheint das Körpergewicht zu beeinflussen. Wissenschaftler der Universität Granada haben jedoch herausgefunden, dass es vielmehr ein Hormon ist, das das Körpergewicht bestimmt: das Melatonin.

Die Forscher erklären, dass Melatonin Diabetes und Fettleibigkeit vorbeugt. Um diese These zu belegen, wurde ein Versuch an fettleibigen und an Diabetes leidenden Mäusen durchgeführt. Es ist herausgekommen, dass sich durch die Verabreichung dieses Hormons die Blutwerte wie der Cholesterin- und der Blutzuckerspiegel verbessert haben. Eine solche Verbesserung verringert das Risiko an Diabetes oder Herz-Kreislauf-Krankheiten zu erkranken.

Nun müssen die Forscher noch die Übertragbarkeit dieser Eigenschaften auf den Menschen nachweisen und vielleicht wird zukünftig eine Therapie für Personen mit einem erhöhten Erkrankungsrisiko entwickelt. Doch dies ist nicht die einzige Studie, die untersucht hat, wie der Schlaf-Wach-Rhythmus den allgemeinen Gesundheitszustand beeinflusst. Dr. Plamen Penev der Universität Chicago hat, ähnlich der spanischen Studie, herausgefunden, dass Personen, die wenig schlafen, viel häufiger an Diabetes erkranken. Das liegt daran, dass Personen, die sich wenig ausruhen ihre Glukose-Sensibilität einbüßen. Experten der Université Laval in Montreal haben nachweisen können, dass Personen, deren Melatoninrezeptoren nicht funktionieren, mit einer 20% höheren Wahrscheinlichkeit an Diabetes erkranken.

Reicht es also aus lange zu schlafen um gesund und schlank zu werden? Wenn das wahr wäre, könnten wir alle so dünn wie Models werden. Natürlich reicht dies nicht aus, aber sicherlich ist ein guter Schlaf ein Schräubchen in einem größeren Gesamtbild. Während des Schlafes verbrennen wir Kalorien und stellen unsere Lebenskraft wieder her: Es ist also sehr wichtig, dass wir unseren Schlaf schützen und unterstützen, indem wir einen ausgeglichenen Lebenswandel und eine ausgewogene Ernährung verfolgen. Vor allem wenn Sie unter dem „Prinzessin-auf-der-Erbse-Syndrom“ leiden, sollten Sie abends anregende Mittel vermeiden.

Quelle: Dietaland


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