Mond stört den Schlaf wirklich



Um Vollmond herum schlafen Menschen schlechter und kürzer. Das ist nun wissenschaftlich überprüft.

Wer nachts nicht schlafen kann, schiebt das schon mal auf den Mond. Forscher haben diese Behauptung nun geprüft. Ihr Urteil: Es stimmt. Um Vollmond herum schlafen Menschen schlechter und kürzer, berichten die Chronobiologen der Universitären Psychiatrischen Kliniken Basel im Fachblatt Current Biology. Sie hatten die Daten einer abgeschlossenen Schlafstudie ausgewertet und dabei die Mondphasen berücksichtigt. Sie fanden messbare biologische Anhaltspunkte für einen „Mond-Faktor“.

Die Hirnaktivität zeigte, dass die Länge des Tiefschlafs abnahm. Schließlich sank bei Vollmond auch der Melatonin-Spiegel. Dieses Hormon ist an der Steuerung von Schlaf- und Wachphasen beteiligt. Dies sei der erste Beweis, dass sich ein lunarer Rhythmus auf die Schlafstruktur des Menschen auswirken kann, schreiben die Wissenschaftler. Möglicherweise beeinflusse der Mond dann auch andere Aspekte unseres Verhaltens, etwa die Stimmung oder die geistige Leistung. (dpa)

 

Berliner Zeitung


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