Melatonin reduziert Risiko für Prostatakrebs



Hohe Dosen des vom Körper produzierten Schlaf-Hormons Melatonin könnten das Risiko für Prostata-Krebs enorm reduzieren. Das fanden US-amerikanische Forscher der Harvard School of Public Health in Boston heraus. Die Daten wurden jetzt auf einer Konferenz der amerikanischen Krebsforschungsgesellschaft AACR präsentiert.
Schlafforscher wissen, dass zu wenig Schlaf die Gesundheit negativ beeinflusst.

Melatonin regelt den menschlichen Schlaf-Wach-Rhythmus und ist dadurch auch an vielen anderen biologischen Abläufen beteiligt. „Schlafmangel kann, beeinflusst von anderen Faktoren, die Melatoninproduktion reduzieren“, sagt Studienautorin Sarah C. Markt. Sie untersuchte die Daten von Hunderten Männern in Island.

Die Ergebnisse waren erstaunlich: Jene Männer, die einen stabilen Schlaf-Rhythmus angaben, verfügten über wesentlich höhere Melatonin-Werte, als die Probanden mit Schlafstörungen – und ihr Risiko an Prostatakrebs zu erkranken reduzierte sich dadurch um 75 Prozent. Weitere Forschungen sollen nun den genaueren Zusammenhang zwischen Schlafdauer und Melatonin-Konzentration mit Blick auf Prostatakrebs erforschen.

Quelle: Kuriera

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