Angst und Frühjahrsmüdigkeit – einige Abhilfetipps



Trotz der Freude, die wir im Frühjahr darüber verspüren, dass die kalte Jahreszeit endlich vorbei ist, überkommt uns häufig ein allgemeines Unwohlsein, das sich in Müdigkeit und Abgeschlagenheit äußert und manchmal in Angst oder Depressionen umschlägt.

Abgeschlagenheit, Angst, Depressionen und Frühjahrsmüdigkeit
SAD auch Saisonal-Affektive Störung genannt, äußert sich in Stimmungsschwankungen, Angst, Gereiztheit, Depressionen, Müdigkeit, Kopfschmerzen und Schlafstörungen und tritt vor allem zum Saisonwechsel im Frühling und im Herbst auf.
Der Bio-Rhythmus wird durch die länger (oder kürzer) werdenden Tage durcheinander gebracht und die Ausschüttung von Neurotransmittern wie Serotonin oder Hormonen wie Melatonin wird beeinflusst.
SAD betrifft vor allem Kinder, ältere Menschen und Frauen zwischen 20 und 40 Jahren oder auch Personen, die besonderem Stress ausgesetzt sind.
Der Jahreszeitenwechsel ist besonders für diejenigen schwer, die an Depressionen leiden.
Häufig gerät der Schlafrhythmus aus dem Gleichgewicht und man leidet unter einer übermäßigen Müdigkeit und einem Heißhunger nach Kohlenhydraten.
Die Ursache von SAD ist noch nicht bekannt, auch wenn man dahinter einen falschen Melatoninspiegel (zu hoch oder zu niedrig) vermutet, der dann zu psychischen Störungen führen kann.
Neue Studien belegen, dass Personen mit zu hohem Melatoninspiegel zu manischen Symptomen neigen, während man bei einem zu niedrigen Melatoninspiegel zu Depressionen neigt.

Frühjahrsmüdigkeit. Einige Abhilfetipps
Der Jahreszeitenwechsel macht auch sehr ausgeglichenen Personen zu schaffen. Er kann zu körperlicher Müdigkeit, Schwierigkeiten beim Aufstehen, Gereiztheit, Konzentrationsschwierigkeiten und allgemeiner Abgeschlagenheit führen.
Doch es gibt einige Tricks dank derer man die Symptome deutlich vermindern kann.

Diese sind:
Auch wenn unser Körper erst nichts davon wissen will, verleihen körperliche Aktivität und Sport erneute Energie, Konzentration und sie verbessern die Schlafqualität.
Abends sollte man auf anregende Getränke wie Alkohol, Tee oder Kaffee verzichten. Auch wenn sie uns beim Einschlafen helfen (Alkohol) oder dieses nicht verhindern (Kaffee und Tee), verschlechtern sie die Schlafqualität deutlich.
Tagsüber sollte man nicht zu schwere Gerichte essen. Am besten frühstückt man ausgiebig, denn das Frühstück kann über den ganzen Tag hinweg verstoffwechselt werden und man hat genügend Energie, um den Tag anzugehen.
Zum Mittagessen sollte man leicht verdauliche Gerichte wählen (Obst, Gemüse und Getreide), damit man nicht müde und mit vollem Bauch zum Arbeitsplatz zurückkehrt. Dasselbe gilt für das Abendessen: so stört die Verdauung nicht den nächtlichen Schlaf.
Für die Regeneration des Körpers und der Mechanismen, die für einen gesunden Schlaf und gute Laune nötig sind, benötigt man Tryptophan. Dieses kann nicht vom Körper selbst hergestellt werden, sondern muss über die Nahrung aufgenommen werden. Zu wenig Tryptophan kann zu Schlaflosigkeit, Depressionen, Gereiztheit und Aggressivität führen.
Tryptophan ist in Weizenkeimen, Hülsenfrüchten und Ölsamen (Leinsamen, Sonnenblumenkerne) enthalten. Diese Lebensmittel können auch als Ersatz für Fleisch und Fisch genommen werden.

Quelle: Daily Green

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