Schlafstörungen: Vier Tipps, die helfen



Was hilft bei Schlafstörungen? Diese Frage stellen sich, Angaben des Robert-Koch-Instituts zufolge, rund ein Viertel aller Deutschen. Nicht selten sind auch Führungskräfte betroffen, denn Termindruck oder der durch Reisen verursachte Jetlag stellen für sie oft Belastungen dar, die ihnen buchstäblich den Schlaf rauben. Im Folgenden vier Tipps & Tricks, die Ihnen helfen, mit Schlafstörungen fertig zu werden.

Arbeit oder Nichtstun? Das ist hier die Frage!
Was einst en vogue war, ist heute verpönter denn je. Die Rede ist vom Nichtstun. Wie stark diese, für unser Seelenheil so immens wichtige Kunst in Vergessenheit geraten ist, machte vor wenigen Kolumnist Ulrich B Wagner, in einem Beitrag deutlich (siehe hierzu: Nichtstun… oder den Seinen gibt’s der Herr im Schlaf Ein Versuch über die Muße).

Umgekehrt gilt: Was einst verpönt war, ist heute aktueller denn je. Die Rede ist von der Arbeit. Die Zeiten, in denen wir die Arbeit im Büro gelassen haben, sind längst vorbei. Wir nehmen Arbeit überall mit hin. Nach Hause, in den Urlaub oder sogar mit ins Bett. Spätestens wenn Schlaf auf Arbeit trifft, sollte man etwas dagegen unternehmen.

Tipp 1: Verzicht auf Genussmittel und Medikamente
Natürlich verlangt niemand von Ihnen, dass Sie in Askese leben. Mal ein Bierchen am Wochenende oder eine Tablette gegen Kopfschmerzen (wenn alles andere nicht geholfen hat) ist schon drin. Aber Fakt ist: Genussmittel wie Alkohol, Koffein und Nikotin führen zu Schlafstörungen. Koffein und Nikotin wirken aufputschend, Alkohol macht dagegen schläfrig, aber auch wenn Sie nach einer Flasche Bier oder einem Glas Wein schneller einschlafen können, wachen Sie meist nachts nach wenigen Stunden wieder auf. Wieder einzuschlafen fällt dann meist schwer.

Auf starke Medikamente, die beim Einschlafen helfen sollen, sollte –wenn überhaupt – ausschließlich erst nach ärztlicher Konsultation eingenommen werden. Nur dieser kann Sie über die damit verbundenen Nebenwirklungen adäquat aufklären. Ein anderes Thema sind Präparate, die dazu beitragen, den so genannten Melatoninspiegel auf einem normalen Niveau zu halten. Der Hintergrund: Melatonin ist ein vom Körper produziertes Hormon, das den Schlaf-Wach-Rhythmus beziehungsweise einen geregelten Schlaf-Wach-Rhythmus fördert.

Tipp 2: Viel Bewegung an der frischen Luft
Wenn in einem wachen Körper ein wacher Geist wohnt, dann wohnt in einem müden Körper ein müder Geist, kling logisch, oder?! Nicht ganz: Sport lässt die Körpertemperatur ansteigen und bringt den Kreislauf in Schwung. Vor dem Schlafengehen braucht der Körper aber das Gegenteil: die Temperatur sinkt ab in Vorbereitung auf den Schlaf. Achten Sie aus diesem Grund darauf, sich vor allem tagsüber viel zu bewegen. Ein erfrischender Dauerlauf sollte in den Morgen verlegt werden.

Tipp 3: Gestalten Sie sich eine Schlafumgebung
Ein Schlafzimmer ist ein Schlafzimmer, ist ein Schlafzimmer – und sonst nichts! Weder ein Arbeitszimmer, noch ein Wohnzimmer. Verbannen Sie elektronische Unterhaltungs- und Arbeitsgeräte (darunter Laptop, Smartphone, Fernseher) aus diesem. Das Schlafzimmer sollte dunkel und mit zirka 18 Grad Celcius vergleichsweise kühl sein. Sorgen Sie dafür, dass von außen keine Geräusche eindringen und achten Sie auf eine Matratze, die Ihrem Körperbau und -gewicht angepasst ist. Auch die Decke sollte sich nach der Jahreszeit richten, damit Sie weder ins Schwitzen geraten, noch frieren.

Tipp 4: Rituale gegen Schlafstörungen
In Tipp 1 wurde deutlich, wie wichtig ein funktionierender Schlaf-Wach-Rhythmus ist. Rituale helfen dabei, sich einen solchen anzugewöhnen. Machen Sie daher jeden Tag vor dem Zubettgehen das gleiche. Ein Buch lesen, Musik hören oder ein Bad nehmen. Alles was Ihnen dabei hilft, zu entspannen, wirkt Schlafstörungen entgegen.

Quelle: Human Capital Care - http://www.hcc-magazin.com/schlafstoerungen-vier-tipps-die-helfen/14527

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